100 Jahre Schulgeschichte

Die Schele-Schule wurde im Jahr 1900 von dem Privatlehrer August Sodemann zunächst als Familienschule gegründet und später als „Sodemann'sche höhere Schule für Knaben und Mädchen“ fortgeführt. Bis zum 2. Weltkrieg hatte die Schule ihren Sitz in der Lietzenburger Straße in Berlin-Wilmersdorf.
Bereits während dieser Zeit wurden die Schülerinnen und Schüler ganztägig unterrichtet und betreut. Eine solche Schulform war damals neu und einzigartig in Berlin und wurde „Tagesheimschule“ genannt, eine Vorläuferin der heutigen Ganztagsschule.
Mitte der dreißiger Jahre wurde die Schule von dem damaligen Schuldirektor, Herrn Troost von Schele, übernommen, der ihr auch den heutigen Namen gab. Die Nationalsozialisten schlossen die Schule Ende der dreißiger Jahre. Das alte Schulhaus in der Lietzenburger Straße wurde durch Kriegseinwirkung vollständig zerstört.
In den fünfziger Jahren bezog die Schele-Schule ihren heutigen Standort, die Althoffsche Villa in der Olympischen Straße in Neu-Westend, die von dem Architekten Peter Jürgensen für den Fabrikanten Althoff entworfen und 1919 erbaut wurde.
Zunächst wurde die Schule als Gymnasium fortgeführt, 1970 kam es schließlich zu einer strukturellen Neuorganisation und zur Einrichtung der einzügigen Grundschule mit den Klassenstufen 1 bis 6. Hierbei wurde konsequent die bewährte Idee der Tagesheimschule fortgeführt und zur "gebundenen" Ganztagsschule weiterentwickelt. Seit 1985 ist die Schele-Schule als gebundene Ganztagsgrundschule konzipiert, die sich durch ihre gewachsene Struktur sowie durch ihre langjährige pädagogische Erfahrung und Tradition den Anforderungen einer sich wandelnden Zeit und Gesellschaft zu stellen weiß.